Die Bedeutung einer sicheren Eltern-Kind-Bindung

* Die Bedeutung einer sicheren Eltern-Kind-Bindung ist ein unbezahlter Post in freundlicher Zusammenarbeit mit dem * Early Life Care Institut *

Werbung

Was ist frühkindliche Bindungsentwicklung?

Der Begründer der Bindungstheorie John Bowlby beschreibt Bindung als „das gefühlsgetragene Band, das eine Person zu einer anderen spezifischen Person anknüpft und das sie über Raum und Zeit miteinander verbindet.“

Obwohl Bindungen nur einen Teil des Beziehungsgefüges von Kindern darstellen, haben sie von Anfang an einen enormen Einfluss auf die soziale und emotionale Entwicklung und das Selbstverständnis von Kindern. Deshalb sagt die Bindungstheorie, dass für die seelische Gesundheit des heranwachsenden Kindes eine verlässliche und feinfühlige Fürsorge von ganz besonderer Bedeutung und der Aufbau einer Bindung biopsychologisch notwendig ist.

Eltern reagieren auf dieses kindliche Bindungsbedürfnis mit entsprechenden Bindungsangeboten. Im Laufe der Entwicklung führt dieser Austausch zu einer intensiven, gefühlsbasierten Bindung zwischen dem Kind und seinen Eltern, wobei sich mit der Zeit auch ein sogenannter Bindungsstil entwickelt, der während des ganzen Lebenszyklus erhalten und aktiv bleibt.

Karl Heinz Brisch

„Die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind ist eine großartige Grundlage für eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung eines Kindes. Wir sollten daher alle Anstrengungen unternehmen, Eltern und Kinder in ihren ganz frühen Entwicklungsphasen so gut zu unterstützen, dass dieser wichtige Entwicklungsschritt bestmöglich gelingen kann,“ erklärt der Bindungsforscher Prof. Karl Heinz Brisch. Er hat unter anderem das SAFE®-Programm (Sichere Ausbildung für Eltern) entwickelt, um Kinder und Eltern beim Aufbau einer sicheren Bindungsbeziehung zu unterstützen. Prof. Brisch leitete von 2000 bis 2018 die Abteilung für pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital in München und ist Mitbegründer und Leiter des seit 2016 bestehenden Instituts für Early Life Care an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg.

Was ist Early Life Care?

Die ersten Jahre eines Säuglings sind das Fundament für einen guten Start ins Leben, für tragfähige Beziehungen und eine gesunde ganzheitliche Entwicklung. Wir wissen heute zum Beispiel, welchen Einfluss in dieser Zeit frühe Erfahrungen in Beziehungen haben, durch welche die vorhandenen Gene des Ungeborenen ,an‘- oder ,ab‘geschaltet werden und wie dadurch Bindungserfahrungen, Gehirnentwicklung, Stressregulation und die Immunologie eines Säuglings entscheidend geprägt werden.

Sowohl das Forschungsinstitut (www.pmu.ac.at/early-life-care) als auch der gleichnamige Universitätslehrgang „Early Life Care“ (https://www.earlylifecare.at) befassen sich mit Themen und Fragestellungen rund um die Entwicklung in den ersten Lebensjahren.

Laufende Studien zu Bindung

Derzeit führt das Institut für Early Life Care zwei Studien durch, die sich mit dem Thema Bindung beschäftigen.

Im Rahmen der Smart.Baby Studie wird anhand einer kurzen Videoaufzeichnung untersucht, wie sich die mütterliche Smartphone-Nutzung auf die Mutter-Kind-Interaktion auswirkt. Dafür werden Mütter mit Kindern zwischen 3 und 10 Monaten gesucht, die zu einer einmaligen Untersuchung ans Institut für Early Life Care eingeladen werden. Aufgezeichnet wird dabei eine Spiel-interaktion, die durch eine kurze Smartphone Phase, sowie eine Phase ohne Interaktion unterbrochen wird.

Kontakt:smart.baby@pmu.ac.at

Die Urvertrauen-Studie begleitet werdende Eltern ab dem letzten Trimester der Schwangerschaft bis zum kindlichen Alter von 15 Monaten. Im Mittelpunkt dieses Forschungsprojekts steht die Überprüfung der neuen Intervention „SAFE® – Urvertrauen“, die den Aufbau einer sicheren Bindung unterstützen soll. Dabei steht vor allem der Übergang in eine gemeinsame Elternschaft im Mittelpunkt sowie die Fähigkeit der (werdenden) Eltern, die Gedanken, Gefühle, Absichten und Bedürfnisse ihres Gegenübers zu verstehen und in Worte zu fassen. Um die Wirksamkeit des neuen Programms zu überprüfen, werden alle teilnehmenden Familien zu insgesamt 4 Terminen ans Institut für Early Life Care eingeladen. Ziel ist es, eine Intervention zu entwickeln, die junge Familien beim Start in ein Leben zu dritt unterstützt und eine sichere Bindungsentwicklung der Kinder fördert.

Kontakt:elc-institut@pmu.ac.at

Deshalb ist das Institut für Early Life Care für beide Studien derzeit auf der Suche nach (werdenden) Eltern! Natürlich gibt es bei Studienteilnahme auch eine kleine Aufwandsentschädigung. Bei Interesse könnt Ihr euch gerne auf der Website informieren www.pmu.ac.at/early-life-care oder direkt eine E-Mail schreiben.

Bildnachweise: © Early Life Care Institut/ iStock


Das könnte dich auch interessieren:

Bärenstark im Leben unterstützt Dich bei allen Herausforderungen während der Schwangerschaft, der ersten Zeit mit Baby und beim Zusammenleben als Familie im Rupertiwinkel, Chiemgau und angrenzenden Salzburg und sucht gemeinsam mit dir nach deinen ganz persönlichen und richtigen Lösungen. (Werdende) Mütter und Väter können aus verschiedenen Angeboten wählen und bekommen genau die Unterstützung, die sie benötigen.

Erfahre mehr über die Angebote von Bärenstark im Leben