Stillen mit Herz und Verstand! / Im Gespräch mit der mobilen Stillberaterin Marion Lienert

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Bist Du gerade schwanger oder erst vor wenigen Tagen Mama geworden und fragst dich, ob und was Du genau beim Stillen deines Kindes beachten musst? Kann dein Baby von alleine trinken, wenn du es an deine Brust anlegst oder muss es das Trinken erst noch lernen? Ist die Milch nach der Geburt einfach da?

Antworten auf all diese Fragen bietet Marion Lienert. Sie ist zertifizierte Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) und berät und unterstützt seit Frühjahr 2019 Frauen und ihre Familien im Einzugsgebiet Traunstein (+50km) bereits in der Schwangerschaft, im Wochenbett sowie während der gesamten Stillzeit ganz individuell, kompetent und fachkundig zu ihren aktuellen Fragen und Anliegen. Ich habe mich vor einigen Wochen mit ihr auf ein persönliches Interview getroffen. Hier im Artikel habe ich für euch das Wichtigste unseres persönlichen Gespräches zusammengefasst.


Marion Lienert bietet professionelle Stillberatung im vertrauten Umfeld

Stillen ist schön, natürlich, artgerecht und vor allem: vollkommen normal. Und doch ist es nicht immer leicht, das richtige Handling und Stillmanagement zu finden, wenn das Baby dann geboren ist. Oft hören Mütter auch Fragen, Kritik oder Zweifel von außen, die sie vielleicht verunsichern. Es gibt so viele Möglichkeiten, „es richtig zu machen“. Und so viele Menschen um die Mütter herum werden plötzlich zu Experten, auch wenn sie es im Bezug auf das Stillen vielleicht gar nicht sind. Kein Wunder, dass Mütter da manchmal nicht weiter wissen.

Marion Lienert bietet mit ihrer mobilen Stillberatung eine professionelle Begleitung und Unterstützung für Mütter, Väter und ihre Kinder, sodass auftretende Fragen beantwortet und Probleme beim Stillen leichter bewältigt werden können. Ziel der Stillberatung ist es, dass die Mütter das Stillen und die Zeit mit ihrem Baby schnell wieder genießen können, ohne Schmerzen. Im Rahmen ihrer mobilen Stillberatung berät sie vor- und nachgeburtlich rund um das Thema Stillen, auch nicht stillende Mütter bei Fragen zur Ernährung ihres Kindes, Eltern von Frühgeborenen und Mehrlingen, erwerbstätige, stillende Mütter, bei der Einführung von Beikost, in besonderen Stillsituationen, z.B. bei Erkrankung der Mutter und/oder des Kindes sowie auch bei vielen anderen Themen, so z.B. bei exzessiven Schreien, zum Schlafen, Tragen, Ernährung der stillenden Mutter, zur Vater-Mutter-Kind-Bindung, Langzeitstillen und bei Fragen zum Abstillen.

Mobile Stillberatung stützt sich auf sechs Eckpfeiler

  • im vertrauten Umfeld: Die Stillberatungen finden ganz ohne Stress in der gewohnten Umgebung der Familien statt. Denn gerade die erste Zeit ist davon geprägt, dass Mutter und Kind sich kennenlernen und sich aufeinander einstellen können. Und es gibt einfach Situationen, gerade am Stillbeginn, wo Mütter vielleicht noch nicht so mobil sind, bei denen sie es als angenehm empfinden, wenn sie für die Beratung nicht erst das Haus verlassen müssen. Gerade bei schmerzenden Mamillen, Mastitis und Milchstau ist eine Beratung zu Hause für sie von Vorteil.

  • individuelle, einfühlsame Unterstützung: Ziel der Stillberatung ist es, dass die Mütter das Stillen und die Zeit mit ihrem Baby schnell wieder genießen können, ohne Schmerzen. Nach einer genauen Anamnese und Beobachtung einer Stillmahlzeit, versucht Marion Lienert mit den Müttern eine Lösung zu finden, die passend ist für sie und ihr Kind. Nach einem Hausbesuch ist die Stillberaterin für die Mütter auch mobil erreichbar, um sie nach Wunsch noch weiter zu begleiten.

  • flexibel: Die Stillberaterin Marion Lienert ist zeitlich sehr flexibel, es gibt keine festen Öffnungszeiten. Derzeit kann sie in etwa 10 Termine pro Woche an Schwangere oder junge Familien vergeben. Auch eine telefonische Beratung sowie eine Stillberatung ist Englisch ist möglich. Dringende Anfragen können in der Regel innerhalb von 1 – 2 Tagen versorgt werden. Im Bedarf ist auch schon ein Besuch der Wöchnerin auf der Geburtenstation möglich, sofern dies das Krankenhaus gestattet und die Kostenübernahme geklärt ist. Zu beachten ist, dass die Still- und Laktationsberatung durch eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC eine private Leistung ist. Einige Krankenkassen übernehmen diese Beratungskosten, andere leider noch nicht. Ein Nachfragen und Einreichen der Rechnung bei der jeweiligen Krankenkasse ist jedoch auf jeden Fall zu empfehlen!

  • professionell und qualitativ hochwertig: Marion Lienert ist ausgebildete Kinderkrankenschwester und zertifizierte Still- und Laktationsberaterin (IBCLC). Sie berät und unterstützt bereits seit 21 Jahren Mütter im Umgang mit ihren Neugeborenen, Frühgeborenen und kranken Kindern auf der Kinderstation des Klinikums Traunstein. Sie bietet Fachwissen auf qualifizierter Basis, Beratung zu Stillhilfsmitteln und wissenschaftlich fundierte Informationen über das Stillen. Voraussetzung, um als IBCLC-zertifizierte Still- und Laktationsberaterin arbeiten zu dürfen, ist ein medizinischer Hintergrund (z.B. Sportwissenschaftlicher, Hebamme, Physio-, Ergotherapeut, Mediziner, Birthprofessionals), 1800 Praxisstunden in der Stillberatung und die Teilnahme an der Fachfortbildung zur Still- und Laktationsberaterin. Zudem sind jährliche Fortbildungen, nach 5 Jahren eine Rezertifizierung sowie nach 10 Jahren ein erneutes Ablegen des kompletten Examens für die aktiven IBCLC-Beraterinnen verpflichtend, um auf dem aktuellen medizinischen und wissenschaftlichen Stand zu bleiben.

  • bedürfnisgerecht: Der Fokus der Stillberatung liegt auf den Bedürfnissen der Mama und des Kindes. Das Stillen ist neben Nahrung auch Urvertrauen, Liebe, Geborgenheit und eine natürliche  Bindung zwischen Mutter und Kind. Stillen kann  erlernt  und Stillschwierigkeiten können überwunden werden. Im persönlichen Gespräch mit der Stillberaterin Marion Lienert werden Lösungen erarbeitet, die zu den Müttern und ihren Familien passen. Durch praktische Anleitung und achtsame Begleitung lassen sich Stillprobleme lösen.
  • verzahnt mit regionalen Frühe Hilfen – Netzwerk: Marion Lienert bietet sehr gerne eine kompetente Beratung an, um individuell abzuklären, ob eine Stillberatung passend ist. Zudem ist sie sehr gut vernetzt im regionalen Frühe-Hilfen-Netzwerk, sodass auch im Zweifelsfall eine Zweitmeinung oder eine professionelle Weiterbegleitung im Bedarfsfall organisiert werden kann.


Stillberatung: sinnvolle Ergänzung zur Hebammen-Nachsorge

Mit ihrer Arbeit sollte die Stillberaterin keinesfalls als Konkurrenz der Hebamme angesehen werden, sondern eher als eine kompetente Partnerin in der Betreuung und Begleitung von Mutter und Kind in dieser wichtigen Lebensphase.

Eine gute Stillberatung ist zeitintensiv und kann zwei Stunden und länger andauern. Das ist eine lange Zeit, die die junge Mutter dankend annimmt und oftmals braucht. Diese Zeit kann eine Hebamme, die zur Wochenbett-Nachsorge kommt, sicher nicht immer aufbringen, hat sie doch oft mehrere Wöchnerinnen, junge Familien und Schwangere zu betreuen.

Auch Väter werden in der Stillberatung einbezogen, vor allem wie sie die Kinder beruhigen können, wenn die Mama nicht da ist. Die Stillberaterin zeigt ihnen verschiedene Haltegriffe, woraus sie achten müssen beim Tragen, was man beim Wickeln besser machen kann und auch, wie sie ihre Frauen unterstützen können, was sie ihnen Gutes tun können. Wichtig ist, dass die Familien die Hilfen von außen auch kennen, z.B. eben, dass es Familienhelferinnen oder Dorfhelferinnen gibt, die im Haushalt bzw. in der Landwirtschaft temporär einspringen, wen dies erforderlich ist.


Stillberatung beinhaltet Information und Aufklärung

Die Stillberatung informiert die Mütter auch über die Wichtigkeit des Stillens und klärt über Still-Mythen auf.

So ist beispielsweise bekannt, dass Stillen die Gehirnentwicklung fördert. Zahlreiche Studien haben herausgefunden: gestillte Kinder sind schlauer und entwickeln sich besser. Zudem ist Stillen die beste Prävention gegen Allergien, Morbus crohn, Herz-Kreislauf- Probleme, Multiple Sklerose, verschiedene Krebsarten. In der Muttermilch konnte beispielsweise der Hamlet-Faktor entdeckt werden, der nachweisbar Krebszellen zerstört.

Direkt nach der Geburt produzieren Hormone der Mutter die extrem gehaltreiche und daher wertvolle Vormilch, Kolostrum genannt. Ihre Inhaltsstoffe stärken die noch ungeschützte Abwehr des Babys und schützen es unter anderem vor Gelbsucht. Die leicht gelblich und etwas dickere Vormilch hilft dem Kind zudem, den ersten Stuhl – nach seiner tiefschwarzen Farbe Kindspech genannt – leichter abzugeben, und schützt den Baby-Darm.

Rund um das Thema Stillen halten sich zudem noch immer zahlreiche Mythen hartnäckig. Schluss damit, sagen wir – und räumen damit ein für allemal auf.

  • Stillende Frauen dürfen nicht alles essen und trinken -> Blödsinn! Stillende Frauen dürfen alles essen. Sie dürfen auch Kaffee und Getränke mit Kohlensäure trinken. Vorsichtig muss man sein mit Alkohol, da dieser mit 100% in die Muttermilch über geht;  bei Medikamenten, da sie mit 1-5% in die Muttermilch übergehen. Die Leberlaufleistung ist bei Neugeborenen bei nur 1%. Es gilt auch, nur weil ich ein Glas Wein getrunken habe, muss man nicht mit dem Stillen aufhören. Dann stillt man, danach trinkt man sein Glas Wein und nach 2-3 Stunden stillt man wieder. Bis dahin ist normalerweise der Alkohol abgebaut.

  • Weiße Lebensmittel machen mehr Milch -> Blödsinn!
  • Je mehr man trinkt, desto mehr Milch hat man -> Blödsinn! Die Trinkmenge hat nichts mit der Milchmenge zu tun.
  • Es dürfen keine Medikamente während der Stillzeit eingenommen werden, denn damit schaden sie dem Baby -> Blödsinn! Es gibt sehr viele Medikamente, die stillverträglich sind. Trifft dies auf ein bestimmtes Präparat nicht zu, kann der Arzt in den allermeisten Fällen stillfreundliche Alternativen anbieten. Weitere Informationen zu diesem Thema findest du online unter www.embryotox.de.

  • Man darf keinen Sport machen, weil sonst die Milch sauer wird -> Blödsinn!
    Die Aussage, dass Sport die Qualität der Milch beeinflusst, ist definitiv falsch. Solltest du sehr intensiv trainieren, könnte dies lediglich zur Folge haben, dass sich der Geschmack der Milch leicht verändert. Deinem Baby ist das jedoch völlig egal.

  • Während der Stillzeit darf man sich nicht impfen lassen-> Blödsinn mit Ausnahme der Gelbfieber-Impfung! Es ist wichtig, dass die Mütter ihren Impfschutz haben. Alles andere ist frauengefährdend.

  • Milchstau kommt von zu viel Milch -> Blödsinn! Milchstau kommt nicht von zu viel Milch, sondern ist stressgetriggert. Es funktioniert dann der Milchreflexspender nicht, weil man sich nicht entspannt. Stress macht Adrenalin, Gegenwirker vom Oxytocin, dadurch gehen die Milchgänge nicht auf, sodass auch keine Milch herauskommt. Wichtig zu wissen ist: Man verliert nie die Milch von einen Tag auf den anderen, sondern das ist der Milchspenderreflex, der das auslöst, der dann einfach die Milchgänge versperrt.

  • Schwanger sein, Stillen und Rauchen verträgt sich nicht -> grundsätzlich korrekt, denn die Praxis zeigt, Raucherinnen haben oft sehr schnell keine Milch mehr. Rauchen in der Schwangerschaft ist jedoch oftmals für Babys besser als die Entzugserscheinungen, die beim Aufhören mit dem Rauchen kommen würden.

  • Man muss 4 Stunden mit dem nächsten Stillen warten, bis die Kinder richtig verdaut haben. Sonst kommt die frische Milch auf die noch nicht verdaute Milch und das Kind bekommt Bauchweh -> Blödsinn! Das Gerücht, dass beim Stillen ein Mindestabstand einzuhalten ist, hält sich bis heute immer noch hartnäckig – doch es gibt keinen Beleg dafür, der diesen Mindestabstand bestätigt. Von daher: Sollte dein Baby nach der Stillmahlzeit noch einen Nachschlag verlangen, zögere nicht. Du richtest damit definitiv keinen Schaden an. Grundsätzlich ist wichtig zu wissen, nach etwa ¾ Std. ist die Muttermilch in der Regel verdaut. Man kann auch nicht zu viel Stillen, es sei denn, es ist für die Mama zu viel. Fürs Kind kann es nie zu viel werden. Auch bei dickeren Kindern ist das so, wenn sie nur mit Muttermilch gefüttert werden. Studien konnten belegen, dass das Risiko für Fettleibigkeit und Übergewicht mit 20% reduziert wird durch Muttermilch.

  • Ständiges Trinken wollen der Kinder abends ist ein Zeichen dafür, dass sie zu wenig Milch bekommen -> Blödsinn! Es ist ganz natürlich, dass Kinder die Milchmenge für den nächsten Tag „vorbestellen“, die sie wirklich brauchen. Wichtig zu wissen ist, Kinder sind nicht nur zum Stillen an der Brust, sondern auch zum Trösten, zum Verarbeiten, wenn sie schmerzen haben. Gerade abends vor dem ins Bett gehen wird der Tag verarbeitet und da kann schon nochmal was kommen, was doch Schmerzen gemacht hat. Das vermehrte Trinken wollen abends ist überhaupt nichts schlimmes, es ist ein Zeichen, dass das Bindungssystem aktiviert ist und das Baby die Zuwendung und Geborgenheit der Mama braucht. 

Stillberaterin Marion Lienert

Marion Lienert stammt aus Traunstein. Sie ist verheiratet und hat selbst drei Kinder. Sie ist vom Grundberuf her examinierte Kinderkrankenschwester und berät und unterstützt seit 21 Jahren Mütter im Umgang mit ihren Neugeborenen, Frühgeborenen und kranken Kindern auf der Kinderstation des Klinikums Traunstein. Nach sieben Jahren auf der Kinderintensivstation ist sie umgesattelt und hat am Europäischen Institut für Stillen und Laktation eine Weiterbildung zur Stillberaterin gemacht und 2018 das internationale Examen zur IBCLC (Spezialistin für Stillen, Brust und Laktation) erfolgreich abgeschlossen.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Kooperation in Form eines journalistischen Beitrages.  Ich stelle auf meinem Blog ausschließlich Produkte oder Dienstleistungen vor, von denen ich selber überzeugt bin. Dinge, die für mich und euch einen Mehrwert bieten und die ich mir auch privat kaufen oder nutzen würde.

Manchmal ergeben sich durch mein Blogger-Dasein tolle Kooperationen, worüber ich mich sehr freue. Denn freilich ist es schön, über schöne Dinge zu schreiben und dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Auch wenn ich mir die Kooperationen sorgfältig aussuche, handelt es sich um Werbung. Die ich ganz oben auch als solche kennzeichne.

Es ist allerdings „Werbung“, die ich mit meiner eigenen Meinung hier an euch weitertrage und die meine individuelle Erfahrung enthält. 

Bildnachweise: @ Mobile Stillberatung/ Marion Lienert

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